
Equipo monKaaba
monKaaba — Kolumbien
Obwohl San Agustin eines der ältesten und wertvollsten Kaffeeanbaugebiete Kolumbiens ist, haben viele Generationen von Kleinbauern nach wie vor keinen Zugang zu Märkten, die ihnen einen nachhaltigen Preis bieten würden. monKaaba möchte dies ändern.
Die sechs Kleinbauernfamilien, die das Projekt gegründet haben, wurden von der gemeinsamen Vision eines anderen Systems angetrieben, in dem die Kaffeebauern mit Respekt und Würde behandelt werden. Esnaider Ortega Gomez und Didier Ortega leiten den täglichen Betrieb von monKaaba. monKaaba betreibt ein Labor zur Qualitätssicherung. Dort kann jeder Produzent vorbeikommen, um seinen eigenen Kaffee zu probieren und sofort Feedback und Empfehlungen erhält, was verbessert werden kann. Die Produzenten können sich dann entscheiden, ihren Kaffee über monKaaba zu vertreiben und dem Kollektiv beizutreten.

monKaaba
Von einer anfänglichen Gruppe von sechs Gründerfamilien umfasst monKaaba heute mehr als 60 Familien und beginnt, seine Unterstützung auf Produzierenden in benachbarten Regionen auszuweiten, die nur begrenzten oder keinen Zugang zu Preisen des Markts für Spezialitätenkaffee haben. Die Wirkung von monKaabas Ansatz ist schon jetzt sichtbar. Esnaider hat festgestellt, dass die Qualität der Produktion bei allen an monKaaba beteiligten Erzeuger:innen gestiegen ist und jetzt eine gleichmäßigere Qualität aufweist. Darüber hinaus haben viele der jungen Erzeuger, die mit Beiträgen zu Feldmischungen des Kollektivs wie La Colmena begonnen haben, inzwischen begonnen, Microlots unter ihrem eigenen Namen für hohe Preise zu verkaufen. Dies schafft nachhaltigen Wohlstand für Kleinbauernfamilien und hält das Interesse der jüngeren Generationen am Kaffeeanbau aufrecht.

monKaaba arbeitet eng mit Semilla Coffee zusammen, einem Importeur aus Kanada. Die Partnerschaft entstand aus vielen Gesprächen und einer engen Freundschaft zwischen Esnaider Ortega Gomez und Brendan Adams von Semilla.
Esnaider war zehn Jahre lang für einen Kaffeeexporteur tätig. In dieser Zeit erlebte er immer wieder, dass Kaffees von Produzent:innen aufgrund einer Cupping-Bewertung abgelehnt wurden, ohne dass es ein klares Feedback zur Bewertung oder zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen gab. Diese Erfahrung hat ihn stark geprägt.
Mit monKaaba verfolgt er deshalb ein klares Ziel: Zugangs- und Wissensbarrieren abbauen. Kleinbäuerliche Produzent:innen sollen die Qualität ihres Kaffees besser verstehen, Einblick in die Lieferkette erhalten und mehr Kontrolle über ihre eigene Produktion gewinnen.
monKaaba bietet Schulungen an und bereitet die Kaffees für den Export vor. Semilla übernimmt die Rolle als Käufer und Importeur. Darüber hinaus unterstützt Semilla das Projekt finanziell. Dazu gehören die Kosten für ein frei zugängliches Qualitätslabor sowie die Gehälter der Mitarbeitenden bei monKaaba – darunter Rösterei, Buchhaltung und Lagerverwaltung.